16.10.06

Presseartikel 21.9.06 ImoWoS

Initiative mobilfunksenderfreie Wohngebiete Schlüchtern (ImoWoS)

Vorsitzende Christiane Euler, Grabenstraße 13, 36381 Schlüchtern


36381 Schlüchtern, 21. 9. 2006
Stellungnahme für die Presse

Initiative dankt den Fraktionen für „einstimmige nachhaltige Unterstützung“
„Wir brauchen schnelle und konkrete Lösungen.
Denn: Vom Messen wird die Sau nicht fett“

Schlüchtern

Dass die Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung trotz ihrer „unterschiedlichen Sichtweisen“ sich auf einen interfraktionellen Antrag geeinigt und den Beschluss zur Beseitigung der gesundheitsschädlichen elektromagnetischen Strahlungen in der Stadtmitte einstimmig gefasst haben, stimmt die „Initiative mobilfunksenderfreie Wohngebiete Schlüchtern“ „optimistisch und positiv“. Wie die Vorsitzende der Initiative, Christiane Euler, in einem Dankschreiben an die Fraktionen zum Ausdruck brachte, rechne man jetzt mit „konkreten Lösungen“. „Vom Messen wird die Sau nicht fett“, so die Vorsitzende, „und noch so viele Messungen und Prüfungen und Gutachten über die Strahlungsintensität der 17 Sendemasten auf der Kreissparkasse machen die Betroffenen nicht gesünder“.

Die Vorsitzende führte aus, dass der vor kurzem von Prof. Dr. Zimmer in Schlüchtern gehaltene Vortrag zwar auf einem hohen akademischen ausgewogenen und vorsichtig formulierten Niveau angesiedelt gewesen sei, dass der Wissenschaftler aber seine Warnungen unmissverständlich zum Ausdruck gebracht habe. In Anbetracht der auf der Laufbahn der Bergwinkelschule gemessenen 3563 Mikrowatt pro qm habe er „klipp und klar“ konstatiert: „Ich möchte nicht meine Kinder in diese Schule schicken“. Und noch ein Gutteil höher, nämlich bei 4054 Mikrowatt, liege der Wert zwischen Heinrich-Hehrmann-Schule und Kindergarten in den Sauren Wiesen, betonte die Vorsitzende. Die Initiative geht davon aus, dass die Messwerte und die warnenden Einschätzungen des Fachexperten jetzt auch in den Elterngremien und Schulkonferenzen thematisiert werden.

Die Reihe der Informationsveranstaltungen werde kontinuierlich fortgeführt, sagte Christiane Euler. So lade der Schlüchterner „Bund für Umwelt und Naturschutz“ (BUND) zu einem weiteren Vortrag mit Erfahrungsaustausch am 27. Oktober, 20.00 Uhr, ein. Es sei gelungen, den Baubiologen Friedbert Lohner zu gewinnen, der bereits von zahlreichen anderen Städten als Referent und Gutachter eingeladen worden sei. Denn Lohner zeichne sich durch hohe Fachkompetenz aus, und er verstehe es andererseits, die sehr komplexe Materie in einer allgemein verständlichen Form zu vermitteln. Außerdem wird demnächst das landesweit bekannte „nova-Institut für Ökologie und Innovation“ auf Einladung einer Fraktion im Stadtparlament nach Schlüchtern kommen und hier beraten und Handlungsempfehlungen vermitteln. Niemand wird sagen können, er sei nicht umfassend informiert über die Strahlungsauswirkungen in der Innenstadt, merkte die Vorsitzende an.

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